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Volksfest-Stimmung im "Gebirg"

Schwarzwälder Seite von Durbach entdeckt: Beim Wandertag zur Eröffnung des Premiumwanderwegs »Gebirger Höfe-Wegs« herrschte am Sonntag Hochbetrieb entlang der Strecke und an den sieben Stationen. 

 

Bereits kurz vor der Eröffnung um 10 Uhr sind  am Sonntag im Durbacher Ortsteil Gebirg ein großer Teil der speziell für diesen Aktionstag angelegten Parkmöglichkeiten schon belegt. Die Sonne strahlt und auch die Erstwanderer des neuen Premiumwanderwegs »Gebirger Höfe-Weg« gehen bestens gelaunt an den Start, der mehr als 10,3 Kilometer verlaufenden Wegstrecke. Es ist nicht nur die Aussicht und der Wald, was die Besucher aus nah und fern in das Durbachtal lockt, sondern auch die abwechslungsreiche Landschaft mit dunklen Wäldern, Streuobstwiesen, Christbaumfeldern und Ausblicken, die fast an den Hochschwarzwald erinnern. 

 

Die am neuem Premiumwanderweg beteiligten Hofgutbesitzer haben sich mächtig ins Zeug gelegt, Ruhebänke, Aussichtspunkte und sogar neue Wege erbaut um dem dritten Premiumwanderweg der Gemeinde ihren ganz besonderen Charme zu verleihen. Bürgermeister Andreas König sprach zusammen mit dem Durbacher Premiumwanderweg-Chef und stellvertretenden Vorsitzenden des Durbach Tourismus sowie dessen Geschäftsführer Simon Vollmer bei der offiziellen Eröffnungsrede vor dem Serrer Hof vor mehreren hunderten Besuchern den Initiatoren ein dickes Lob aus. 

 

Viel Engangement

Franz Serrer bewirtschaftet mit seiner Familie das Hofgut mit viel Engagement. »Kann man solch ein Kleinod heutzutage noch wirtschaftlich führen?«, fragt Walther Sauter aus Kehl beim Hofbesitzer nach. »Ja, es geht. Aber die aufgewendeten Stunden darf man dabei nicht rechnen«, antwortet der Hofbesitzer. 

 

Gestärkt mit einem Glas Eröffnungssekt und mit einem Bauernvesper geht es danach für die meisten Besucher auf den neuen Wanderweg, der auf dem ersten Kilometer der ehemaligen Hofzufahrt zum Ritterhof auf den Ritterberg führt. Es ist für Tamara Lefebvre aus Strasbourg mit ihrem Freund fast eine neue Welt, als nach rund 1,5 Kilometer strammem Anstieg der Wald endet und Streuobstwiesen und Weiden den Blick frei machen auf das mehr als 500 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Hofgut auf dem Ritterberg. 

 

Kleines Hofmuseum

 

Auch hier gibt es gekühlten Wein, Bier und kulinarische Spezialitäten für die Wanderer. Infos von der Besitzerfamilie Kuderer inklusive. Ein kleines Hofmuseum hat Andreas Kuderer mit seiner Familie in einer ehemaligen Scheuer für die Wanderer und Gäste eingerichtet. Von Strohschuhen über einen alten Pferdeschlitten bis hin zum Botschamper (Nachttopf) reichen die Exponate im 25 Quadratmeter großen Ausstellungsraum. »Ein wunderbarer Weg und die Stationen auf den Höfen bieten tolle Überraschungen«, lobt Gabi Lauinger aus Griesheim. 

 

Auch bei Simone Huber, Besitzerin des Hermannswalds herrscht den ganzen Tag über Hochbetrieb. »Mit einer solchen Resonanz hätten wir nicht gerechnet. Auch die Besucher sind voll des Lobes über den Weg und über den Aktionstag«, erklärt Huber.

 

Josef Gmeiner vom Hofgut Hölzleberg hat speziell für die Wanderer eine Aussichtsplattform geschaffen mit Blick auf Schloss Staufenberg. Auch hier reist der Besucherstrom den ganzen Tag über nicht ab. 

 

Die beiden Akkordeonspieler der »Durbacher Originale«, sorgen auf dem Halterhof für beste Laune. Die Gäste können hier nicht nur die Hausbrennerei besichtigen, sondern sich auch am Hofbrunnen erfrischen oder den hofeigenen Streichelzoo in Augenschein nehmen. Einen stets offenen Verkostungsraum mit Destillaten gibt es in der Brennerei Gmeiner zu bewundern. Auch das selbstgemachte Honigeis mit Schuss zeigt sich bei den Gmeiners als wahrer Verkaufsrenner. 

 

»Wirklich prima«

DJ Crazie Pee sorgt auf dem Springhof bei der Familie Vogt den ganzen Tag über für beste Unterhaltung. »Das ist wirklich prima was heute hier abgeht«, strahlt Hofbesitzer Hubert Vogt, während seine Gäste die Brennerei und neu geschaffene Räumlichkeiten für Festivitäten auf dem Hofgut in Augenschein nehmen. 

 

Nach fünf Stunden inklusive der Besuche auf den Hofgütern absolviert Bürgermeister König mit seiner Truppe auch die letzte Station und zeigt sich mehr als zufrieden. »Viele Gäste haben mich gefragt, ob wir solch einen Wandertag auch nächstes Jahr wieder durchführen. Aber, dass müssen die Beteiligten selbst entscheiden«, so König. 

 

Text: Volker Gegg, Offenburger Tageblatt

 

Der nächste Gebirger Höfe-Wandertag findet im August 2020 statt. Weitere Infos folgen baldmöglichst.